Ich bin nicht eure Feelgood-Managerin – Laura Fröhlich – Rezension

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„Ich bin nicht eure Feelgood-Managerin!“ von Laura Fröhlich war für mich eines dieser Bücher, bei denen ich schon nach wenigen Seiten gemerkt habe: Das trifft gerade ziemlich ins Schwarze. Als jemand, der oft versucht, es allen recht zu machen und im Alltag viel Verantwortung für die Stimmung anderer übernimmt, habe ich mich sehr schnell in der Rolle der Feelgood-Managerin wiedererkannt.
Genau darum geht es in diesem Buch: um die unsichtbare, emotionale Arbeit, die viele von uns leisten, ohne sie überhaupt bewusst wahrzunehmen. Laura Fröhlich beschreibt sehr verständlich und nahbar, wie man in diese Feelgood-Managerin-Rolle hineinrutscht – sei es im Job, in Beziehungen oder im Freundeskreis. Beim Lesen hatte ich immer wieder diese kleinen Aha-Momente, in denen ich dachte: „Okay, das bin einfach ich.“
Was mir besonders gefallen hat, ist, dass das Buch nicht belehrend wirkt. Stattdessen fühlt es sich eher an wie ein ehrliches Gespräch, das einen zum Nachdenken bringt. Ich wurde immer wieder dazu angeregt, mein eigenes Verhalten zu reflektieren und mich zu fragen, warum ich bestimmte Dinge tue – und ob sie mir eigentlich guttun.
Das Thema Selbstreflexion zieht sich stark durch das gesamte Buch. Für mich war genau das der größte Mehrwert: nicht nur zu erkennen, dass ich mich oft wie eine Feelgood-Managerin verhalte, sondern auch zu verstehen, wie ich das Schritt für Schritt verändern kann. Die Tipps, die Laura Fröhlich gibt, sind dabei wirklich alltagstauglich und realistisch. Es sind keine übertriebenen „Lifehacks“, sondern kleine Denkanstöße, die man tatsächlich umsetzen kann.
Gleichzeitig macht das Buch auch klar, dass Veränderung immer bei einem selbst beginnt. Es reicht nicht, das Buch zu lesen und sich verstanden zu fühlen – man muss auch bereit sein, etwas zu ändern. Genau dieser Punkt hat mich sehr zum Nachdenken gebracht, weil er ehrlich ist und nichts beschönigt.
Für mich ist „Ich bin nicht eure Feelgood-Managerin!“ ein unglaublich wertvolles Buch, das ich definitiv nicht nur einmal lesen werde. Es hat mir geholfen, mich selbst besser zu verstehen und einen ersten Schritt in Richtung mehr Selbstfürsorge zu machen. Gerade wenn man sich oft verantwortlich für die Gefühle anderer fühlt, kann dieses Buch ein echter Augenöffner sein.
Ich kann es wirklich jedem empfehlen, der sich in der Rolle der Feelgood-Managerin wiederfindet oder das Gefühl hat, sich selbst dabei manchmal zu verlieren. Für mich ist es ein Buch, das nicht nur gut geschrieben ist, sondern auch nachhaltig etwas bewegt.
