
Echoes of Aincrad Rezension
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Echoes of Aincrad ist ein Action-Rollenspiel von Bandai Namco, das auf der bekannten Anime- und Light-Novel-Reihe Sword Art Online basiert. Was mir dabei direkt aufgefallen ist: Anders als bei vielen anderen Spielen aus dem Sword-Art-Online-Universum spielt man hier nicht einfach Kirito, sondern erstellt seinen eigenen Charakter. Dadurch fühlt sich das Ganze tatsächlich ein bisschen mehr nach dem eigenen Abenteuer an und nicht nur danach, dass man die Geschichte eines anderen Charakters nachspielt.
Die Geschichte führt uns natürlich nach Aincrad, dem schwebenden Schloss, in dem Tausende Spieler gefangen sind. Das Ziel ist klar: Ebene für Ebene muss man sich nach oben kämpfen, um am Ende aus dem tödlichen Spiel zu entkommen. Auf dem Weg dahin erkundet man die verschiedenen Gebiete, nimmt Quests an, kämpft gegen Monster und Bosse und verbessert nach und nach seinen Charakter und seine Ausrüstung.
Dabei ist man nicht komplett auf sich allein gestellt. Ein Begleiter unterstützt einen im Kampf und ist gerade bei stärkeren Gegnern ziemlich hilfreich. Man merkt dabei schnell, dass man nicht einfach nur wild auf die Gegner draufhauen kann, sondern ein bisschen darauf achten muss, wann man angreift, ausweicht oder seine Spezialfähigkeiten einsetzt.
Das Kampfsystem ist insgesamt ziemlich schnell und macht dadurch auch ordentlich Spaß. Gerade bei stärkeren Gegnern kommt es darauf an, im richtigen Moment zu reagieren. Wer einfach nur drauflosprügelt, wird vermutlich relativ schnell merken, dass das nicht immer funktioniert. Ein bisschen Timing gehört also definitiv dazu.
Besonders interessant finde ich den optionalen „Death Game“-Modus. Hier wird das Ganze noch einmal deutlich spannender, denn wenn der eigene Charakter stirbt, wird der Spielstand gelöscht. Das ist natürlich schon ein anderes Level an Risiko und passt dadurch ziemlich gut zu dem, was man aus Sword Art Online kennt. Persönlich wäre das wahrscheinlich nicht unbedingt der Modus, den ich entspannt abends zum Abschalten spielen würde, aber für alle, die eine zusätzliche Herausforderung suchen, ist das definitiv eine nette Idee.
Auch optisch kann sich Echoes of Aincrad sehen lassen. Die verschiedenen Landschaften, Städte und Dungeons orientieren sich stark an der Vorlage und man erkennt schnell, dass hier viel Wert darauf gelegt wurde, Aincrad möglichst passend umzusetzen. Zusammen mit der Musik und den Soundeffekten entsteht dadurch eine ziemlich stimmige Atmosphäre.
Natürlich ist nicht alles perfekt. Das Spiel hat hier und da noch kleinere Grafikfehler. Die sind zwar vorhanden, haben mich persönlich aber nicht wirklich gestört. Teilweise geben sie dem Spiel sogar ein bisschen Charakter und gehören für mich eher zu den kleinen Macken, über die man hinwegsehen kann.
Auch beim Erzähltempo gibt es Stellen, an denen sich die Geschichte etwas ziehen kann. Dazu kommen unterschiedliche Meinungen zum Gameplay, weshalb das Spiel sicherlich nicht jedem gefallen wird. Trotzdem hatte ich beim Spielen insgesamt viel Spaß.
Fazit zu Echoes of Aincrad
Für Sword-Art-Online-Fans ist Echoes of Aincrad auf jeden Fall einen Blick wert. Besonders schön finde ich, dass man seinen eigenen Charakter erstellen und dadurch selbst ein Teil der Geschichte werden kann. Die Kämpfe sind flott, die Welt ist schön umgesetzt und die verschiedenen Möglichkeiten zur Charakterentwicklung sorgen dafür, dass man nicht einfach nur durch die Geschichte läuft.
Es gibt zwar ein paar kleinere Schwächen und technische Macken, aber die haben für mich den Spielspaß nicht wirklich kaputtgemacht. Wer Sword Art Online mag und schon immer einmal selbst durch Aincrad laufen wollte, bekommt hier eine ziemlich gute Gelegenheit dazu.
